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Kurzreisen

Amsterdam 2011 - Teil 1

23. - 27. September 2011
Kuchl - Movie Park Germany - Amsterdam - Belgien - Kuchl (2358 km)

Dieses Mal ist die Wahl des Reisezieles für unseren Kurzurlaub ganz kurz erklärt: Wir wollten entweder nach Berlin oder nach Amsterdam. In Berlin war zu dieser Zeit der Papst zu Besuch - das hätte viele Menschen und Staus bedeutet. Also ging die Reise Richtung Amsterdam, mit ein paar Zwischenstationen auf dem Hin- und Rückweg ...
 
GESAMTSTRECKE:
Kuchl (A) - München (D) - Bottrop - Amsterdam (NL) - Spa (B) - Klausen (D) - Idar-Oberstein - Irschenberg - Kuchl (A) (2358 km)
Zum Vergrößern auf die Karte klicken
 
Tag 1 23.09.2011
Anreise Kuchl - Starnberg (D) - Sulzmoos - Movie Park (nähe Köln)
Reisezeit: 10:10 - 00:30 Uhr 0 - 864 km
Ziel wäre der Kölner Dom gewesen, weil ich mir sagte: "Wenn ich schon nicht den Papst in Berlin sehe, dann wenigstens eine schöne katholische Kirche in Köln". Es kam aber - so wie meistens - anders, als man sich denkt und schuld daran waren die Verwandten und der Freistaat.
Die Verwandten aus Starnberg deshalb, da es uns bei ihnen so gut gefallen hat und wir deshalb viel länger geblieben sind, als geplant. Der Freistaat deshalb, weil es sich dabei um einen großen Campingausstatter in Sulzenmoos (nähe München) handelt und wir viel zu lange in dem Geschäft herum gestöbert haben ...
Als wir dann nach München endlich auf dem direkten Weg nach Köln waren, zeigte uns die Uhr schon nach 17:00 Uhr  - und das war dann doch ziemlich spät, um auch noch den Kölner Dom zu besuchen.
Kurzfristig beschlossen wir und das ist ja das Schöne am Reisen mit dem Wohnmobil, den Kölner Dom auf ein anderes Mal zu verschieben. Wie ich den lieben Gott kenne, wird er uns das verzeihen und so ging der lange Weg gleich nach "Bottrop-Kirchellen" zum Parkplatz des  Movie Park Germany, wo wir gegen 00:30 Uhr endlich eintrafen. Die lange Fahrt zur schon späteren Stunde hätte ich beinahe unterschätzt. Mit lauter Musik, viel Kaffee und ein paar Stoßgebeten (als Ersatz für den Kölner Dom) ging auch diese Reise gut vorbei und ich fiel hundemüde ins vorgewärmte Bettchen ...
 
Stellplatz Movie Park Parkgebühr € 5,-- (mit der Eintrittskarte mit zu bezahlen)
Parkplatz an der Mauer zum Park
Warner Allee 1, D-46244 Bottrop,
Toiletten am Eingang zum Park GPS Daten (Internet): N 51,62361°
E 6,97192°

Tag 2 24.09.2011
  Besuch Movie Park
Weiterreise: Bottrop - Amsterdam
Reisezeit: 17:10 - 19:04 Uhr 864 - 1059 km (195 km)

Wir sind bekennende "Disneyland-Paris-Fans" (siehe Kurzreise Paris - 2009), aber wir schauen uns auch gerne andere Vergnügungsparks an. Also besuchten wir den Movie-Park in der Nähe von Köln und waren durchaus angetan. Also verbrachten wir einen netten Tag mit mehr oder weniger Adrenalinausstoß (ich konnte meine furchtlose Gattin Sonja neben den erlebniswerten 8terbahnen auch zum freien Fall vom 60 (!) Meter hohen Turm überreden ...).

Tipp: Beim Eintritt angeben, dass man bei der Feuerwehr, Rettung, Samariterbund, Pfarrgemeinderat oder Ähnlichem dabei ist, dann bekommt man eine Ermäßigung (zumindest war das bei uns so - Eintritt pro Person: € 27,-- ...).

Ein paar Impressionen, dieses Mal (wohltuend) ohne Text:
 
Gegen 17:00 Uhr verließen wir den Movie Park. Bei der Ausfahrt wurden wir nicht kontrolliert, aber die € 5,-- Parkgebühr haben wir gerne bezahlt.
Weiter ging es über die Autobahn Richtung Amsterdam. Vor Arnheim passierten wir die Grenze zu Holland und waren erstaunt über die disziplinierten niederländischen Autofahrern, die die 120 km-Beschränkung auf Autobahnen strikt einhielten.
Wir hatten es ja sowieso nicht eilig und so gelangten wir gemütlich zum Campingplatz Gaasper.
 
Zwischengeschichtl:
Unsere Stammleser wissen, dass wir zu den sogenannten "Freistehern" gehören. In größeren Städten bevorzugen wir allerdings einen Campingplatz - man fühlt sich sicherer und braucht sich während der Stadtbesichtigung keine Gedanken um das zurückgelassene Wohnmobil machen. "Groß-Amsterdam" mit ca. 1,1 Million Einwohnern kann man ruhig als Großstadt bezeichnen und so suchten wir den Campingplatz Gaasper auf. Idyllisch und äußerst ruhig am Stadtrand gelegen und ca. 20 Minuten mit der Metro vom Zentrum entfernt.
Die resolute aber trotzdem sehr nette Dame am Empfang wies uns auch gleich einen Platz zu. Beim Einparken auf dem wunderschönen Rasen, der mich an einen Golfplatz erinnerte, musste ich genau ihren Anweisungen folgen. Als ich nach dem Einweisen noch ein wenig zurück setzte, wies sie mich energisch darauf hin, dass alle Wohnmobile in einer Reihe stehen müssten, damit das Gesamtbild gewahrt bliebe.
 


Den Abend wollten wir natürlich noch nützen, um einen ersten Eindruck von Amsterdam bei Nacht zu erleben.
Vom Campingplatz ging es mit der Metro in die Stadt (24-Stunden-Ticket: € 7,-- pro Peson).

Ausgerüstet von der netten Dame in der Campingplatzrezeption mit Stadtplan und Beschreibung (englisch) machten wir uns also auf den Weg.
Als wir am Hauptbahnhof ausstiegen und von der Metro an die Oberfläche gelangten, waren wir vom herrlichen Anblick der Altstadt überwältigt. Wir schlenderten in dieser lauen Septembernacht durch die vielen Gassen, bestaunten die Menschenmassen (Salzburger Getreidegasse - wer sie kennt - so ungefähr mal 50), ließen uns in einem der vielen Restaurants an den Grachten (Wasserkanäle) Spareribs und ich eine sündteure 1/2 Bier (€ 5,80), weil ich Namenstag hatte, schmecken.  
Geschäftiges Treiben, nicht nur im Rotlichtviertel, das genauso normal dazugehört wie die vielen Coffeeshops. Abgesehen von diesen "Attraktionen" strahlt Amsterdam für uns ein besonderes Flair aus. Die Bewohner sind freundlich (solange sie nicht mit einem der vielen tausenden Fahrräder auf ihre Vorfahrt bestehen) und die Stadt lebt so richtig.
Zwischengeschichtl:
Ich dachte mir, wenn man schon in Amsterdam ist, dann sollte man einen der berühmten Coffeeshops einen Besuch abstatten. Natürlich nicht, um irgend etwas einzukaufen, sondern aus Neugierde. Also folgten wir dem süßen Duft und betraten einen der vielen Coffeeshops in Amsterdam. Der Verkauf von Drogen wie Marihuana und Haschisch ist zwar auch in den Niederlanden nicht legal, wird aber - unter Einhaltung von bestimmten Richtlinien - geduldet. Wie überall in Holland darf in Lokalen nach dem Nichtrauchergesetz nicht geraucht werden - zumindest kein Tabak. Die oben genannten Drogen "dürfen" geraucht oder in anderer Weise (Wasserpfeifen, Kekse, Kuchen ...) konsumiert werden. Abgesehen vom Duft war es doch einigermaßen interessant, was sich so alles im Coffeeshop abspielte, aber nach kurzer Zeit verließen wir dann doch wieder das Lokal. Aber beim Hinausgehen muss ich so eine Wolke von irgendwoher eingeatmet haben. Es muss eine große Wolke gewesen sein, denn mir wurde speiübel - im wahrsten Sinne des Wortes. Der süße Geruch ging mir leider lange nicht mehr aus der Nase und das war gar nicht fein. Freiwillig würde ich solch ein Zeug sicher nicht nehmen ...
Campingplatz Gaasper - Amsterdam Preis pro Tag (Wohnmobil und 2 Personen):
€ 19,50
Ruhiger Campingplatz mit allen drum und dran
Loosdrechtdreef 7, NL-1108 AZ Amsterdam,
Zur Metro ca. 5 Min. GPS Daten (Internet): N 51,62361°
E 6,97192°
 
Tag 3 25.09.2011
  Stadtbesuch Amsterdam
Reisezeit: 09:00 - 16:30 Uhr  Einige Kilometer zu Fuß ...
Natürlich wollten wir auch Amsterdam am Tag erleben und so machten wir uns am nächsten Tag wieder mit der Metro auf, um ins Zentrum zu gelangen ...
Nach einem morgendlichen Spaziergang entlang der Grachten (Wasserkanäle) die an diesem Sonntag von vielen Einheimischen, die auf den Booten frühstückten, bevölkert wurden, besuchten wir das Rijksmuseum. Hier werden weltberühmte Werke holländischer Künstler (von Jan Steen, Franz Hals, Vermeer, Rembrandt ...) ausgestellt und die € 12,50 Eintritt pro Person waren es auf alle Fälle wert.
Danach schlenderten wir durch die Gassen. Der Besucheransturm war fast so groß wie am Vorabend.
 
Auch am Tag wurden die Coffeeshops stark frequentiert und in den Auslagen wurde zahlreiches Zubehör angeboten (Übrigens: Bei der Rückfahrt kamen wir nach der Grenze zu Belgien in eine große Polizeikontrolle, die vor allem auf Drogen ausgerichtet war).
 
Amsterdam und Holland hat aber Gott sei Dank noch andere Produkte, für die es weltbekannt ist, wie z.B. Tulpen, Blumen und die entsprechenden Zwiebeln, sowie den ausgezeichneten Käse, den wir natürlich ausgiebig verkosteten.   
 
Weiters konnten wir ein öffentliches Pissoir "bewundern" (vermutlich nur für das männliche Geschlecht und konnten live einen Feuerwehreinsatz (Zimmerbrand) miterleben.  
Links: die älteste und interessanteste Kirche Amsterdams (Quede Kerk) mitten im Rotlichtviertel und immer wieder Wasser, Boote ... 
Grachten, enge Gassen (mit wirklich unzähligen Schuhgeschäften) und noch mehr Rädern ... 
 
Gegen 16:30 Uhr verließen wir etwas fußmüde diese wunderschöne Stadt mit dem besonderen Flair und machten uns auf den Weg Richtung Küste ... 
 
Hier geht es weiter: Amsterdam 2011 - Teil 2
 
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