|
Kurzreisen
Stiftreise (Österreich) 2011 - Teil 1 |
| 26. - 30. Oktober 2011 Kuchl - Stift Admont - Basilika Mariazell - Wien - Stift Klosterneuburg - Stift Göttweig - Kuchl (799 km) |
Nach
dem wir zwei Reisen ohne unsere Freunde unternommen hatten,
planten wir für den Herbst 2011 endlich wieder gemeinsam mit Heidi und
Sepp eine Ausfahrt. Unterstützt wurden wir dabei von meinem
Vater, dem "Schuster-Poldei", der uns den Tip für das Stift Admont
gab und auch sonst genug Geschichten wusste. 2011 war ein sehr intensives Reisejahr für uns: Sardinien zu Ostern Tschechien - Ungarn - Kroatien im Sommer Amsterdam im September Im Gespräch für die jetzige Reise wäre auch die Toskana (Cinque Terre) gewesen, aber das war uns zu weit. Erst im Nachhinein erfuhren wir, dass ein extremes Unwetter zu dieser Zeit die Toskana heimsuchte und es gab sogar mehrere Todesopfer in den fünf Dörfern der Cinque Terre. Wir entschieden uns für eine Österreichreise. Und es war für uns eine besondere Angelegenheit, da wir ja den junggebliebenen Sepp und seine Heidi als Geburtstagsgeschenk zu dieser Reise eingeladen haben. |
|||||||
| GESAMTSTRECKE: | |||||||
![]() |
|||||||
|
Kuchl - Stift Admont - Mariazell - Wien - Stift Klosterneuburg -
Krems - Stift Göttweig - Stift Dürnstein - Kuchl (799 km) Zum Vergrößern auf die Karte klicken |
|||||||
| Tag 1 | 26.10.2011 | ||||||
| Kuchl - Stift Admont - Wildalpen | |||||||
| Reisezeit: 10:55 - 18:25 Uhr | 0 - 133 - 188 km | ||||||
Die
Fahrt ging über die Autobahn bis Radstadt. Danach auf der
Bundesstraße in die Steiermark über Liezen nach Admont. Das Wetter war zwar nicht berauschend, aber im Gegensatz zur Unwetterkatastrophe in der Toskana, harmlos. Es kommt ja immer auf die Betrachtungsweise an und wenn man es richtig betrachtet, dann war es das ideale Wetter für eine Stiftsbesichtigung. 6 Kilometer vor unserem ersten Ziel, stimmte uns die Wallfahrtskirche Frauenberg, die herrlich von einem Hügel herunter grüßt, optimal auf unsere kommende Reise ein ... |
|||||||
![]() ![]() |
|||||||
| Die nach dem großen Klosterbrand im Jahr 1865 neu erbaute Kirche erstrahlt im neugotischen Stil. Natürlich gibt es auch hier - wie fast überall - auch barocke und andere Stilelemente. | |||||||
![]() ![]() |
|||||||
| Das Benediktinerkloster Admont hat aber noch viel mehr zu bieten: Nach einem köstlich-steirischen Mittagessen im Stiftskeller, besuchten wir das Großmuseum. Hier wird auf 3600 m2 Ausstellungsfläche ein Kunst- und Naturhistorisches Museum (mit vielen toten Tieren und einer sehr interessanten Insektensammlung), ein Museum für Gegenwartskunst und eine spezielle Ausstellung "Made in Admont", gezeigt. | |||||||
![]() ![]() |
|||||||
| Das Glück war uns auf dieser Reise von Anfang an zugetan: Im gesamten Museumsbereich war an diesem Herbsttag freier Eintritt incl. Weinverkostung. Wir hätten aber natürlich auch so die Museumshallen besichtigt, schon alleine wegen der weltweit größten Klosterbibliothek in den wunderschönen Räumen. | |||||||
| Kulturell und geistig gestärkt ging es anschließend weiter. Auf eine Empfehlung einer netten Touristikdame fuhren wir durch den wildromantischen Nationalpark "Gesäuse". | |||||||
![]() ![]() |
|||||||
| Im "Gseis", wie es die Einheimischen nennen, stießen wir auf den Weidendom. Dieses quasi größte lebende Bau(m)werk im Alpenraum liegt an der Enns und lädt zum Verweilen oder zum Entdecken der fantastischen Mikrowelt des Bodens und Wassers ein. Allerdings eher bei schönem Wetter, was wir nicht hatten. | |||||||
![]() ![]() |
|||||||
|
Also ging es durch die engen Schluchten des "Gseis" weiter. In der Ortschaft Wildalpen
suchten wir einen Übernachtungsplatz und fanden ihn, herrlich
gelegen bei einer Kanuschule. Von oben herunter grüßte eine
Gams, die sich nach dem Wind richtete und auf der anderen Seite
rauschte die Salza an unserem Stellplatz wildromantisch vorbei. Da wir keinen antrafen, den wir hätte fragen können, blieben wir hier zum Schlafen ... |
|||||||
|
|||||||
| Tag 2 | 27.10.2011 | ||||||
| Wildalpen - Mariazell - Wien | |||||||
| Reisezeit: 09:05 - 18:07 Uhr | 188 - 229 - 372 km (184 km) | ||||||
|
Durch die steirische Weinstraße ging es weiter zur bekanntesten
Wallfahrtskirche Österreich: Die Basilika Mariazell |
|||||||
|
|||||||
| Wir waren zwar nicht dabei, aber es wird sich erzählt, dass der Mönch Magnus im Jahre 1157 mit seiner aus Lindenholz geschnitzten Marienstatue ins Zellertal kam und sein Weg von einem Felsen versperrt wurde. Er stellte der Sage nach die Statue auf den Felsen und legte sich schlafen. Am nächsten Tag war der Felsen geteilt. An dieser Stelle errichtete der Mönch die erste Kapelle (eine kleine Zelle) und stellte die Marienstatue auf einen Baumstumpf. Aus "Maria in der Zelle" entstand "Mariazell". | |||||||
![]() ![]() |
|||||||
| Da gerade eine Messe gefeiert wurde, besichtigten wir zuerst das Museum (€ 4,--) in den Chorräumen der gotischen Basilika. Viele interessante Bilder und Inschriften zeugen von der langen Wallfahrttradition. Daneben sieht man prunkvolle Monstranzen und die Kronen für das berühmte Gnadenbild im Kirchenraum, der gerade für Allerheiligen/Allerseelen hergerichtet wurde. | |||||||
|
|||||||
| Das spätromanische Gnadenbild (Magna Marter Austriae) im vorderen Teil der barock eingerichteten Kirche ist aus Lindenholz und zeugt von der Volksfrömmigkeit vieler Katholiken aus den gesamten mitteleuropäischen Raum. | |||||||
![]() |
|||||||
| Hinter der Basilika befindet sich das etwas verbaute Kriegerdenkmal und die Kerzengrotte. Neben der Kirche die obligatorischen Andenkenstände. | |||||||
![]() |
|||||||
| Man kann aber noch mehr entdecken in Mariazell. Z.B. darf man neben der Kirche in einem Kaffee in eine Lebkuchen-Bäckerei blicken und auch das dortige Pissoir (in das Damen-WC hatte ich natürlicherweise keinen Eintritt) ist sehenswert. | |||||||
![]() |
|||||||
| Spaziert man Richtung Kalvarienberg kommt man bei einem Privathaus vorbei, vor dem Schilder eine mechanische Krippe ankündigen. Gegen einen geringen Eintritt erklärte uns der Erbauer auf interessante Weise die Entstehungsgeschichte. Nach dem Besuch des Kalvarienberges mit herrlichem Blick auf Mariazell und Umgebung ging es wieder zurück zu einem der Parkplätze, wo unsere Womos auf uns warteten. | |||||||
Bei herrlicher Herbststimmung mit leuchtenden gelb-, orange- und braun-Tönen ging die Fahrt auf Bundesstraßen weiter Richtung Niederösterreich. Durch das Halltal ging es nach St. Aegyd am Neuwalde. Weiter vorbei an dem Ort "Kalte Kuchl" (weder verwandt, noch verschwägert mit unserer Heimatgemeinde Kuchl) nach Pernitz - Piesting - bis wir wieder ins flache Land kamen und in der Heimat Sonja's nach genau 100 Kilometern einen kleinen Zwischenstopp einlegten. Von da an ging es über die A 2 - Südautobahn - in die große Stadt namens "Wien", wo uns nach dem wunderschönen Wetter der Hochnebel (oder war es die berühmte Wiener Luft?) empfing. |
|||||||
Zwischengeschichtl:Am Parkplatz des Kurparks Oberlaa stellten wir unsere rollenden Wohnzimmer ab. Hier ist ausreichend Platz, relativ ruhig und das Parken für Wohnmobile auch in der Nacht erlaubt - der Stadt Wien sei daher von unserer Seite her, auf das Allerherzlichste gedankt. Wir nützten den späten Nachmittag zu einem kleinen Spaziergang im wirklich großen Parkgelände und befragten die Rezeptionistin im benachbarten Hotel um den Weg zur Therme Oberlaa. Leider mit wenig brauchbarem Erfolg: Sie konnte uns nicht sagen, wie weit die Therme entfernt und wie der Weg dorthin zu beschreiben wäre. Das nette Mädel (ich glaube sie war deutscher Abstammung) konnte uns trotz Rücksprache mit dem (vermutlich tschechischen) Portier keine befriedigende Auskunft geben. Dieses Phänomen des Nichtwissens von Örtlichkeiten verfolgte uns die nächsten zwei Tage immer und immer wieder. Ganz egal, ob wir die Hotelangestellten, die Busfahrer, Passanten und sonstige Personen fragten, sie konnten uns einfach nicht sagen, wo sich die von uns gesuchten Objekte befanden. Vielleicht haben wir einfach nur Pech gehabt und die falschen Leute gefragt? Einige haben uns zwar einen Weg angesagt, aber es war der falsche. Die meisten, die wir fragten, waren zwar freundlich aber der deutschen Sprache nur bedingt mächtig. Einige haben uns gar nicht verstanden, obwohl wir unser bestes Schuldeutsch angewendet und den salzburgerischen Dialekt eher vermieden haben. Einmal dachten wir: "Jetzt haben wir Glück", denn wir fragten eine Polizisten, die uns im wienerischen Dialekt auf die Frage nach dem Ronachertheater leider antwortete, dass sie nur für das Falschparken der Autos neben dem Naschmarkt zuständig sei und daher auch nicht wissen könne, wo das Ronachertheater ist. Wien war schon immer ein Schmelztiegel für die verschiedenen Nationen und vielleicht sind die echten Wiener schon ausgestorben? Wir konnten diese dringenden Fragen leider nicht klären - obwohl ich zur Ehrenrettung unserer Wiener Landsleute doch erwähnen muss, dass wir schließlich eine sehr nette, sehr feine Dame fanden, die uns im besagten Falle den Weg zum Ronacher zeigte und sogar mit uns einen Teil des Weges mitging - Herzlichen Dank an diese nette Wienerin - vielleicht eine der letzten ihrer Gattung? |
|||||||
| Fotos: Therme Oberlaa | |||||||
![]() |
|||||||
| Auch ohne Wegbeschreibung fanden wir die Therme Oberlaa und hatten auch hier wieder Glück: Es war Aktionstag und jeder dritte Besucher hatte freien Eintritt. Wir genossen die Ruhe in der neuerbauten Thermenlandschaft. | |||||||
![]() |
|||||||
| In der Sauna passierte uns leider ein großer Fehler: wir übersahen das rote Licht (quasi Ampelregelung) und wurden beim Eintritt in die 90°-Sauna laut angeschrieen: "Hearst, es ist ROT !!!". Vor lauter Schreck ließ ich noch die Saunatür offen und das war natürlich der zweite Fehler: "Macht's die Tür ZU !!!". So lernten wir doch noch echte Wiener Mundl's kennen und erholten uns anschließend in der Lounge bei einem Cocktail. | |||||||
|
|||||||
| Hier geht es weiter: |
|
||||||
|
|||||||
"Entflammt"
eine 125-jährige Geschichte von Autor Rupert Unterwurzacher
Nach
dem wir zwei Reisen ohne unsere Freunde unternommen hatten,
planten wir für den Herbst 2011 endlich wieder gemeinsam mit Heidi und
Sepp eine Ausfahrt. Unterstützt wurden wir dabei von meinem
Vater, dem "Schuster-Poldei", der uns den Tip für das Stift Admont
gab und auch sonst genug Geschichten wusste. 
Die
Fahrt ging über die Autobahn bis Radstadt. Danach auf der
Bundesstraße in die Steiermark über Liezen nach Admont. 














Zwischengeschichtl:
